6 Wochen in Indonesien – Java, Bali, Nusa Lembongan, Gilis, Lombok, Flores

Im Sommer 2015 war ich für sechs Wochen in Indonesien und es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Ich habe mich absolut in dieses Land, die Wellen, die Leute und das Essen verliebt und denke mindestens einmal in der Woche daran, wann ich den nächsten Trip dahin einbauen könnte :D

Wenn ich reise, dann meistens recht ungeplant. Ich mag es, mich treiben zu lassen und mache vieles von den Leuten und meinem persönlichen Empfinden abhängig. Daher ist meine Route sicherlich keine Muster-Route für eine Indonesien-Reise, aber für mich war sie ziemlich perfekt.

Indonesien ist mit ca. 17.000 Inseln der größte Inselstaat der Welt und größtenteils muslimisch. Die bekannteste Insel ist wahrscheinlich Bali, doch Indonesien bietet noch viel viel mehr. Ich habe längst nicht alles gesehen, was ich gerne sehen wollte und werde mit sehr großer Sicherheit wiederkommen.

Okay, nun aber zu meiner Reise :)

Zwischenstopp in Dubai

Ich bin von Düsseldorf mit Emirates über Dubai nach Jakarta, in die Hauptstadt Indonesiens, geflogen. Da ich Dubai noch einmal einen Besuch abstatten wollte, habe ich meinen Zwischenstopp bei der Buchung auf einen 12-stündien Aufenthalt ausgeweitet. Dubai im August ist wahrscheinlich nicht die allerbeste Idee, aber es war trotzdem toll. Da ich allerdings schon um sechs Uhr morgens den Flughafen verlassen habe, hat die Stadt leider noch geschlafen und ich musste mir die Zeit erst etwas totschlagen. Im Endeffekt bin ich dann auf die Palmeninsel gefahren und habe mir das Hotel Atlantis The Palm – dank eines netten Türstehers – auch ohne Buchung von innen angesehen und ein bisschen am Pool entspannt. Da ich schon einmal in Dubai war, habe ich mir die richtigen Touristenattraktionen gespart und mich später einfach ein bisschen treiben lassen.  (Was du dir alles in Dubai ansehen kannst, habe ich hier zusammengefasst ;) )

Yogyakarta

Nach einer Dusche am Flughafen – Gott sei Dank! – ging es weiter nach Jakarta. Der Flieger war zum Glück nicht ausgebucht und ich hatte eine ganze Reihe für mich alleine und konnte dadurch schlafen wie ein Baby – eine Eigenschaft, die ich durchs Reisen wirklich perfektioniert habe :D. Da mich Jakarta als Stadt nicht sonderlich interessiert hat, habe ich mir von dort direkt einen weiteren Flug nach Yogyakarta gebucht. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Bus zwischen den Terminals, aber man sollte trotzdem ein wenig Zeit einplanen, denn man muss sein Gepäck abholen und dann erneut einchecken, da der Flug extra gebucht war.

Yogyakarta kann man wahrscheinlich als das kulturelle Zentrum Javas bezeichnen. In der Stadt wimmelt es nur so von Gerüchen, Geräuschen, Menschen, Tieren und und und. Obwohl ich schon einige Zeit in Asien verbracht habe, war genau das der Zeitpunkt für einen kleinen Kulturschock. Doch es hat sich gut angefühlt, ich verspüre immer ein Kribbeln und es riecht nach Abenteuern und einer aufregenden Zeit. Dieses Gefühl hat süchtig gemacht!

Ich habe im EDU Hostel geschlafen – ein sauberes, ziemlich großes und dadurch vielleicht auch etwas anonymes Hostel. Aber da man nur in der Eingangshalle WLAN hat, trifft man sich dort recht schnell :D Zumindest habe ich dort sehr schnell ziemlich coole Leute getroffen und wir sind die erste Woche auch meistens zusammengereist oder haben uns später noch einmal auf einer anderen Insel verabredet.

Tempel-Tour in Yogyakarta

Etwa 20km außerhalb der Stadt befinden sich die Tempel Borobudur und Prambanan. Da mir die anderen aus dem Hostel die angebotene Tour empfohlen hatten, habe ich mich dazu entschieden, mich der Tour anzuschließen.

Der Borobudur-Tempel ist sicherlich kein Geheimtipp, denn er ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen in Süd-Ost-Asien, aber das macht ihn umso sehenswerter! Wir sind morgens um kurz nach drei Uhr schon aufgebrochen, da wir erst zu einem naheliegenden Berg gefahren sind, um von dort den Sonnenaufgang über der Tempelanlage anzusehen. Taschenlampe oder besser Stirnlampe nicht vergessen! Der Sonnenaufgang war wirklich mehr als schön, denn die Sonne ist hinter einem Vulkan zum Vorschein gekommen und die Berge davor waren noch in Nebelschwaden getaucht. Einzig den Blick auf den Tempel fand ich etwas enttäuschend, aber bei dem Sonnenaufgang war mir das dann auch egal.

Danach ging es mit unserem Bus direkt zum Borobudur, wo wir erst einmal gefrühstückt haben. Das war im Preis der Tour mit inbegriffen, bestand aber auch nur aus einem Toast mit Butter oder! Marmelade :D Wir haben uns dann jeder noch einen Banana-Pancake bestellt, denn die kosten hier wirklich nicht viel.

Wenn du Student bist und einen gültigen internationalen Studentenausweis (meiner war leider abgelaufen und dann haben die sich etwas angestellt, trotz aktuellem Deutschen) hast, bekommst du den Eintritt vergünstigt. Der Borobudur-Tempel liegt inmitten von Bergen und Palmen. Der Hauptteil besteht aus glockenförmigen Gebilden, die stufenförmig in die Höhe ansteigen. Ich habe mich im Nachhinein etwas geärgert, dass wir keinen Guide hatten, denn ich hätte vor Ort gerne noch mehr über die Tempel erfahren.

 

Tempel Prambanan

Danach ging es zum weiter zum Tempel Prambanan, der der größte hinduistische Tempel Indonesiens ist. Also ein Superlativ nach dem anderen. Eine ganz andere Bauart und trotzdem mindestens genauso beeindruckend. Die Landschaft drumherum war hier nicht ganz so spektakulär, dafür aber die vielen Einzelheiten im Stein der Tempel.

Allerdings haben wir uns am Prambanan nicht so lange aufgehalten, da es mittlerweile doch recht heiß war und sich die Müdigkeit bei uns bemerkbar gemacht hat.

 

Vulkantour zum Mount Bromo

Da ich so coole Leute in meinem Hostel getroffen habe und wir eine richtige Gruppe wurden, haben wir beschlossen, zusammen zum Vulkan Bromo zu fahren. In meinem Reiseführer stand extra, dass Bus-Touren nicht zu empfehlen sind. Doch die Zugtickets waren alle für ein paar Tage im Voraus bereits ausgebucht, so dass wir uns doch alle für den Bus entschieden haben. Ich hätte es lieber auf eigene Faust und vor allem einen Tag später gemacht, da ich nach zwei Nachtflügen und der kurzen Nacht durch die Tempeltour doch etwas geschafft war. Aber da ich die Leute mochte, habe ich mich dennoch angeschlossen. Der Bromo selbst war eines der Highlights meiner Indo-Tour, doch die gebuchte Tour war alles andere als angenehm. Mittlerweile gehört sie aber zu einer der Abenteuergeschichten über die man lacht, wenn sie überstanden sind. (Warum der Trip so eine Tortour war, kannst du hier nachlesen…)

Nachdem wir einen Tag im Bus verbracht haben und gestaunt haben, wie groß und gleichzeitig dörflich Java eigentlich ist, sind wir abends eeeeendlich an der Unterkunft angekommen. Nach einer kurzen, kalten Dusche sind wir auch direkt ins Bett gefallen, denn wir waren, obwohl wir den ganzen Tag nur gesessen hatten, geschafft. Und am nächsten Tag hieß es wieder um drei Uhr morgens aufstehen – es wird zur Gewohnheit… Bei vier Grad Celsius – ich hatte alle warmen Sachen an, die ich mit hatte – ging es mit einem Geländewagen zu einem Aussichtspunkt in der Nähe des Vulkans, um von dort den Sonnenaufgang anzusehen.

 

Ungelogen, ich glaube das war einer der schönsten Sonnenaufgänge, die ich je gesehen habe. Überall sind Vulkane, den Bromo habe ich auch erst ganz zum Schluss gefunden :D Nebel und Wolken liegen zwischen den einzelnen Spitzen und haben sich bunt verfärbt. Auch wenn man sich den Blick mit vielen anderen Schaulustigen teilen muss, er ist es wert! Pack wieder deine Stirnlampe ein, denn vor dem Sonnenaufgang ist es bekanntlich noch dunkel :D

Nach dem Sonnenaufgang hat uns unser Fahrer, gut, dass er uns erkannt hat, wir hätten es nicht :D, dann direkt zum Fuße des Bromos gefahren. Die Landschaft erinnert an eine schwarze Sandwüste, wie aus einer anderen Welt. Den Bromo kann man recht gut erklimmen, da eine Treppe an die Vulkanwand gebaut wurde. Versuch dir, einen Mundschutz zu organisieren, denn der Sandboden staubt ziemlich und der Bromo qualmt ordentlich und riecht entsprechend nach Schwefel ;) Man kann direkt in den Krater schauen, was ich mehr als einmalig fand. Gleichzeitig hätte man aber auch bei einem falschen Schritt in den Krater fallen können, was für mich kleinen Tollpatsch echt eine Herausforderung war! Also Vorsicht!

Nach einer weiteren nervenaufreibenden Bus- und Fährfahrt sind wir endlich auf Bali angekommen. Man hätte nach dem Bromo auch noch den Vulkan Ijen besichtigen können, der, wie ich im Nachhinein erfahren habe, nochmal beeindruckender sein soll… Also wenn du die Zeit hast, dann plane den auf jeden Fall mit ein :)

 

Bali

Bali, die Insel der tausend Götter. Man kann denken, was man will, aber Bali ist besonders. Ich war mittlerweile, auch durch verschiedenen Stopps auf der Reise, vier Mal dort und verbinde mit der Insel eine Art Hass-Liebe, die aber immer mehr in Liebe umschlägt :D Als ich das erste Mal auf Bali war, konnte ich gar nicht wieder schnell genug wegkommen. Ich war vollkommen überfordert von den ganzen Leuten, dem Verkehr, dem Essen, den Eindrücken – und dem Müll. Jetzt, wo ich in der Zwischenzeit auch andere, weniger tropische Ziele, bereist habe, ist mir mehr als bewusst geworden, auf welch hohem Niveau ich geurteilt habe. Aber diese Einsicht kam besser spät als nie :D

Bali ist wohl das Surfer-Paradies schlechthin und aktuell eines der beliebtesten Reiseziele überhaupt – auch für Nicht-Surfer. Doch das merkt man leider auch: die Insel platzt aus allen Nähten und ist infrastrukturell gar nicht für so viele Menschen ausgelegt. Andererseits ist Bali aber mehr als vielfältig mit seinen Stränden, Reisterrassen, Vulkanen, kulturellen Bräuchen und umliegenden Inseln! Wer in Indonesien ist, kommt um Bali wohl nicht herum :)

Nusa Lembongan

Von Sanur, Bali, erreicht man Nusa Lembongan innerhalb von 30 Minuten mit dem Speedboot. Auf der Insel fahren keine Autos, nur Roller. Es gibt keine wirklichen Straßen, keinen Geldautomaten (wobei sich das mittlerweile geändert haben kann), aber dafür traumhafte Strände und unbeschreibliche Ausblicke. Du kannst mit Manta-Rochen schnorcheln gehen, dir die bunten Riffe ansehen oder einfach direkt am Strand etwas snacken, die Füße im Sand vergraben und den Blick auf das Meer genießen. Im Gegensatz zu Bali strahlt Nusa Lembongan eine beachtliche Ruhe aus. Durch eine Brücke, die gelbe Brücke auf dem Foto ist leider im Oktober 2016 eingestürzt, wurde aber im Februar 2017 durch eine neue Verbindung ersetzt, werden die Inseln Nusa Lembongan und Nusa Ceningan miteinander verbunden.

 

Bali

Nach drei entspannten Tagen zusammen mit den Mädels von der Bromo-Tour, ging es wieder zurück nach Bali. Eigentlich wollte ich gerne richtig surfen lernen und bin deswegen in ein Surfcamp in Seminyak gegangen. Ich hatte echt eine tolle Zeit, nur die Wellen waren zu der Zeit zu groß für mich, dass es sich nicht gelohnt hat, dort länger zu bleiben. Dafür war das Camp leider viel zu teuer :( Also bin ich danach weg vom Wasser in die Inselmitte Balis, nach Ubud, gefahren. Und dort habe ich eeeendlich die typischen grünen Reisterrassen gesehen! Diese Farben sind so kräftig, dass es auf keinem Foto wirklich herüberkommt. Außerdem habe ich mir eine typisch balinesische Tanzveranstaltung angesehen und die Gegend mit dem Roller erkundet. Du kannst dir aber auch mit mehreren Personen einen privaten Fahrer teilen, der dich zu allen Hot-Spots in der Nähe fährt und immer auf euch wartet.

Eines meiner Highlights war der Besuch im Wassertempel Pura Tirta Empul, in dem sich die Gläubigen regelmäßig mit dem heiligen Wasser reinigen, um sich von Krankheiten und anderen Problemen zu befreien. Ich fand es wirklich sehr interessant, vor allem, weil mir die Einheimischen vieles zu dem Tempel und ihrem Glauben erzählt haben und mir das Prozedere erklärt haben. Eine Familie ist extra am Geburtstag ihres Sohnes von ihrem drei Stunden entfernten Wohnort angereist. Als Tourist kann man auch in das Wasser und die Prozedur durchführen, doch dabei hätte ich mich unwohl gefühlt und habe stattdessen zugesehen und mir den Vorgang nur erklären lassen.

 

Flores

Nach ein paar Tagen in den Bergen habe ich das Meer schon wieder vermisst und bin von Bali nach Flores geflogen. Mein ursprünglicher Plan war es, mit dem Boot einen Inseltrip von Lombok nach Flores zu fahren. Doch ich hatte mich etwas auf anderen Blogs umgesehen und mit ein paar anderen Reisenden gesprochen und mich schließlich doch gegen die vier-tägige-Bootstour entschieden. Ob der Flug jetzt wirklich die sicherere Variante war, lasse ich mal dahin gestellt, aber er war die schnellere Variante und hat auch einen beeindruckenden Blick auf die Gili-Inseln und den Vulkan Rinjani auf Lombok geboten. Wenn ich mit jemandem zusammen gereist wäre, hätte ich die Bootstour eher gemacht.

Flores ist der totale Kontrast zu Bali – die Insel ist noch kaum vom Tourismus erschlossen worden und gehört zum muslimischen Teil Indonesiens. Labuan Bajo ist eine Hafenstadt am westlichen Ende Flores, wo auch der Flughafen liegt. Es gibt eine Hauptstraße mit ein paar Cafés, Läden, Unterkünften und Tauchschulen. Die Stadt selber ist wirklich keine Schönheit und man kann nicht sonderlich viel machen. Eigentlich dient sie vor allem als Ausgangspunkt, um in den atemberaubenden Komodo Nationalpark mit seinen Inseln und wunderschönen Tauchgebieten zu gelangen.

Auch wenn ich mich in Labuan Bajo wirklich überhaupt nicht wohl gefühlt habe, denke ich heute vor allem an die paar Tage auf Flores zurück. Nach ein paar Erkundungen habe ich mich für die Tauschule Flores Dive Center entschieden und drei Tauchgänge erleben dürfen, die wahrscheinlich so schnell nicht überboten werden können! Ich habe riesige Manta-Rochen gesehen, so viele unzählige bunte Fische und Korallen und sogar einen Riff-Hai! Die Tauchschule war sehr auf Sicherheit, eine gute Einführung zu den einzelnen Tauchspots und den Schutz der Riffe bedacht, dass ich dort sofort wieder tauchen würde.

Da ich vorher gesundheitlich schon ein wenig angeschlagen war, haben mich die drei Tauchgänge an einem Tag vollständig ausgeknockt. Deswegen musste ich leider einen Tag mit Fieber und allem, was dazu gehört, im Bett verbringen und konnte nicht auf die Insel Komodo fahren, auf der die sehr seltenen Komodo-Warane leben. Am nächsten Morgen habe ich beim Frühstück dann ein Paar von meinem Tauchtrip getroffen, die mit einem Boot zu einer kleinen Insel im Komodo Nationalpark fahren wollten und noch jemand gesucht haben, um sich das Boot zu teilen. Die Inseln, die ich vom Tauchausflug gesehen hatte, sahen alle wirklich paradiesisch aus und deswegen bin ich gerne mitgekommen. Ein entspannter Tag am Wasser kann ja nicht schaden, wenn ich im Schatten bleibe…

Wow, der Tag war der Wahnsinn. Mit einem kleinen Boot sind wir ca. 45 Minuten nach Kanawa Island gefahren. Auf der Insel gibt ein paar Bungalows in denen man übernachten kann und sonst nichts. Dafür aber unendlich klares Wasser, Seesterne (bitte nicht anfassen, egal wie lustig das auf einem Foto aussieht!) und mehr als weißen Sand. Eigentlich bin ich den ganzen Tag nur geschnorchelt – von wegen im Schatten bleiben :D – und einmal um die Insel gelaufen :)

Nachmittags sind wir dann noch auf eine andere Insel weitergefahren, Mesa Island, auf der sonst wohl nur sehr, sehr selten Touristen vorbeischauen. Die Kinder waren so begeistern und wollten uns alles sofort zeigen.

Gili Islands

Von einem Inselparadies ins Nächste… Die Gilis sind drei kleine Inseln vor Lombok, der Nachbarinsel Balis. Man kommt mit dem Schnellboot von Padang Bai (Bali) innerhalb von zwei Stunden auf die Gilis. Auf dem Weg kann man übrigens immer wieder Delfine sehen, also Augen aufhalten! :) Ich war bereits eineinhalb Jahre zuvor schon auf Gili Trawangan, der „größten“ der drei Inseln. Groß ist etwas übertrieben, denn die Inseln sind alle so klein, dass hier niemand Roller fährt, sondern man höchstens mit dem Rad oder einer Pferdekutsche fährt, wenn man fußfaul ist. Damals hatte ich hier eine super tolle Zeit und hatte die Gilis als traumhaftes „Once-in-a-lifetime-Erlebnis“ in meinem Kopf abgespeichert. Gut, so einmalig war es dann doch nicht, denn ich war ja recht schnell zurück und etwas enttäuscht. Aus der kleinen Insel ist eine wahre Partyinsel geworden, in der es mittlerweile Schnell-Imbisse, jede Menge Baustellen für neue Unterkünfte, Müll und ziemlich kaputte Riffe gibt. Schade drum! Aber die Farbe des Wassers und die Sonnenuntergänge sind dennoch unvergleichlich :)

Nach drei Tagen habe ich die Insel gewechselt und bin nach Gili Air übergesetzt und habe hier drei Tage „Urlaub“ gemacht. Ich habe mich mit einem Buch, frischem Ananas-Saft und einem Schnorchel-Set an den Strand verzogen und nicht viel gemacht, außer das Leben zu genießen. Gili Air ist deutlich ruhiger, Party findet man hier nicht wirklich, aber das war für mich perfekt!

 

 

Lombok

Von den Gilis sieht man den großen Bruder Lombok. Also habe ich von Gili Air die öffentliche Fähre nach Bangsal auf Lombok genommen. Die Fähre fährt immer dann, wenn sie 30 Passagiere hat – also hängt die Wartezeit immer davon ab, wie schnell sich 30 Personen einfinden. Die Überfahrt selber dauert nur eine Viertelstunde. Achtung, der Hafen von Bangsal gilt als recht gefährlich, da der sogenannte Bangsal Mob dort Geschäfte mit den Touristen machen möchte. Ich wurde vorher von vielen Leuten davor gewarnt und bin deswegen mit einem anderen Backpacker zusammengefahren. Wir wollten beide weiter nach Kuta Lombok und sind beim Warten auf die Fähre auf Gili Air mit Locals ins Gespräch gekommen. Dort war auch ein Guide, der nicht zu diesem Mob gehörte und schon vorher mit seinem eigenen Boot übergesetzt ist. Auf Lombok hat er unauffällig auf uns gewartet und uns recht schnell bei einem vertrauensvollen Fahrer ins Auto gesetzt. Auch er hatte uns mehrmals gesagt, wir sollen schnell aus dem Hafenbereich verschwinden. Etwas unheimlich die Situation, aber es ist alles gut gegangen und wir sind sicher nach Kuta Lombok gelangt.

In Kuta bin ich fast für den kompletten Rest meiner Zeit (12 Tage) versackt, denn es war genau das, was ich mir gewünscht hatte: Ein Ort mit einem tollen Surfer-Vibe, vielen jungen Leuten, netten Locals, traumhaften Stränden, noch viel besseren Wellen, in denen ich endlich Surfen lernen konnte, wenig Verkehr auf den Straßen, meinem eigenen Roller für die Zeit, so dass ich absolut selbstständig war und neue Freunde die Zeit noch besser gemacht haben. Ich habe quasi einen richtigen Surfurlaub gemacht und es geliebt. Eigentlich hätte ich gerne den Vulkan auf Lombok, den Rinjani bestiegen, doch weil ich mir durch die Klimaanlage in einem Hostel auf Gili Air wieder eine Erkältung eingefangen hatte, musste das leider ausfallen. Dafür war ich dann Surfen und habe jede Minute im Wasser genossen – auch wenn ich nicht die talentierteste Surferin bin :D Der Spaß war da und das war das wichtigste!

Die schönsten Strände auf Lombok findest du übrigens hier :)

Bali

Last but not least habe ich die letzten drei Tage nochmal auf Bali verbracht. Die Mädels, die ich von der Bromo-Tour kannte, haben nämlich ihr Auslandssemester auf Bali gemacht und wir wollten uns gerne noch einmal treffen. In der Zeit sind wir noch einmal mit dem Roller über die Insel gefahren und haben uns einfach etwas treiben lassen, die Strände im Süden erkundet und das Essen in Canggu genossen. Ein perfekter Abschluss von abenteuerreichen sechs Wochen, die durch die Leute ganz besonders wurden!

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