Studieren auf Teneriffa: (2) Die Wohnungssuche

Ein Jahr studieren auf Teneriffa – es klingt wie ein Traum und zwischendurch kann ich mein Glück selber kaum fassen. Bis vor einem Jahr wusste ich ja noch nicht mal, dass es auf den Kanaren überhaupt eine Uni gibt!

Anfang September 2016 ging mein Flug nach Teneriffa Süd und von dort dann weiter in mein zukünftiges Zuhause, nach San Cristóbal de La Laguna im Norden Teneriffas. Nachdem ich meine erste Nacht in einer Pension verbracht hatte, begann an meinem ersten richtigen Tag die Wohnungssuche.

Ohne Wohnung ins neue Abenteuer

Im Gegensatz zu meinen Freunden aus Deutschland, war ich die einzige zukünftige Erasmus-Studentin, die ohne Wohnung in ihr neues Abenteuer geflogen ist. Doch ich hatte in Erfahrungsberichten ehemaliger Erasmus-Studenten gelesen, dass man besser vor Ort suchen sollte. Und das würde ich auch jedem hier empfehlen.

Sonnenschein und Frühstück unter Palmen – daran kann ich mich gewöhnen!

Frühstück unter Palmen und ein kaputter Laptop

Nach einem Frühstück unter Palmen – ich kann es gar nicht glauben! – bestehend aus einem Croissant und frisch gepresstem Orangensaft (Mehr habe ich aus der spanischen Aufzählung leider nicht verstanden…) wollte ich ganz motiviert nach einem Zimmer suchen. Tja, nur blöd wenn der gute Laptop auf einmal streikt. Mein geliebter Laptop wurde heiß und laut und wollte mir einfach nicht seine Treue beweisen… Manchmal ist der Zeitpunkt mehr als unglücklich. Naja, ich hatte an meinem letzen Abend in Deutschland nachts schon ein paar Inserate angeschrieben und konnte dadurch bereits am ersten Tag zwei Zimmer besichtigen. Laptop, du hast also noch ein paar Stunden Zeit wieder fit zu werden!

Dunkel, alt und ohne Fenster…

La Laguna liegt auf 550m und erstreckt sich mit seinen Stadtteilen über den Berg – das heißt, es ist immer steil, egal wohin man möchte. Die erste Wohnung lag in Uninähe und damit relativ weit den Berg herunter und zudem noch weit entfernt vom Stadtzentrum. Das Zimmer hatte kein wirkliches Fenster (was hier leider mehr als normal ist – kann ich immer noch nicht verstehen!), dunkle Möbel, war alt und zudem habe ich meine Vielleicht-Mitbewohnerin absolut nicht verstanden. Sie hatte einen so starken kanarischen Akzent und hat sich beim Sprechen überschlagen, dass ich nicht das Geringste verstanden habe. Das kann ja heiter werden, dachte ich nur und hätte mir gerne selber in den Hintern gebissen, weil ich nicht mehr spanisch gelernt hatte. Als sie mir erzählte, dass sie Englisch studiert, dachte ich , easy, dann können wir das Wichtige ja auch auf englisch besprechen. Doch das hat sie wiederum nicht verstanden.. Die Wohnung war damit recht schnell aussortiert, denn da passte gar nichts wirklich zu meinen Wünschen.

Das ging jetzt aber schnell!

Am Nachmittag hatte ich die nächste Wohnungsbesichtigung – dieses Mal am anderen Ende der Stadt, aber definitiv dichter am Stadtzentrum. Das Zimmer liegt in einem Haus – mehr als seltsam geschnitten, aber es wohnen insgesamt nur vier Leute hier und man hat genügend Platz. Das beste: eine Dachterrasse, die man auch nutzen kann. Die Spanier nutzen ihre Dachterrassen nämlich meist nur zum Wäsche aufhängen. Mir hat das Zimmer gut gefallen, mit meinen Vielleicht-Mitbewohnern habe ich mich ganz gut verstanden und von der Lage her war es nicht ideal, aber mir war es lieber ein paar Minuten zu laufen als direkt im herunterkommenen Feier-Viertel zu wohnen. Also habe ich das Zimmer genommen und konnte bereits am nächsten Tag einziehen. Das ging schnell!

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich von fast allen Vermietern eingeladen wurde, da ich so gut wie alle Wunschkriterien (weiblich, 2 Semester hier, Nichtraucherin und deutsch) erfüllte und es dadurch deutlich einfacher war etwas zu finden. Einige haben für die Wohnungssuche schon zwei Wochen gebraucht, aber es haben alle etwas gefunden!

Jetzt habe ich auch ein richtiges Fenster

Ich hatte überlegt zum zweiten Semester noch einmal umzuziehen, da das Haus ein paar Minuten außerhalb des Zentrums und des Bahnhofs liegt, aber habe mich dann doch dagegen entschieden. Ich genieße es, Platz zu haben und hier alle meine Sachen unterstellen zu können.

Im zweiten Semester bin ich daher in das Zimmer meiner Mitbewohnerin gezogen, die leider nur für ein Semester auf Teneriffa war. Denn nachdem ich ein Semester mit einem Fenster in eine Abstellkammer gewohnt habe, wollte ich nicht länger auf ein Fenster mit Ausblick verzichten! Jetzt habe ich ein Fenster in einen Wintergarten, durch den man in die Berge hinter dem Stadtzentrum gucken kann. Was ein Luxus!


Wie das Abenteuer Teneriffa begonnen hat, erfährst du hier: Studieren auf Teneriffa: (1) Das Abenteuer Auslandssemester beginnt!

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Ich bin Jana und eine absolute Weltenbummlerin. Mich plagt ein ständiges Fernweh, das mich immer wieder spontan in die Welt treibt.
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