Wüstentour in Marokko: 3 Tage Marokko intensiv – Tag 1

Zwei Wochen Marokko. Davon war ich eine Woche surfen, ein paar Tage in Marrakech und drei Tage habe ich mich einer geführten Bus-Tour durch die marokkanische Wüste angeschlossen. Diese Tour waren drei Tage Abenteuer pur: inklusive Sonne, Hitze, Kälte, Oasen, Regen, Hagel, Schnee, Sturm, Sanddünen, Lagerfeuer, Sternen und ganz viel Wüste.

rucksackstudentin_marokko_sahara_karawane

Nach langen Hin und Her haben wir (ich war dieses Mal mit einer Freundin zusammen unterwegs) uns, trotz Warnungen wegen interner Querelen zwischen Marokko und Algerien, für eine Wüstentour entschieden. Das Auswärtige Amt hat von selbstständigen Touren abgeraten, aber geführte Touren weiterhin empfohlen. Nachdem unser Zimmergefährte aus dem Hostel in Marrakech uns von seiner Tour vorgeschwärmt hat, mussten mir einfach losziehen. Ein bisschen Abenteuer schadet nie! Wir wussten nicht genau, was wir eigentlich gebucht haben, aber uns war schnell bewusst, dass das Wetter nochmal alles toppt- wir hatten so ziemlich jede Wetterlage in den drei Tagen dabei!

Tag 1: Berge, Schnee und eine Oase als Filmstadt

Morgens um sieben wurden wir in unserem Hostel in Marrakech abgeholt, um dann in unser Zuhause für die nächsten drei Tage einzusteigen: Einen kleinen Minibus für 18 Personen. Mit einem frisch gepressten Orangensaft (für nur 0,40€! auf dem Djemaa el Fna in Marrakech) als Wegproviant ging es zum Atlas-Gebirge.

Unzählige Kurven und grandiose Ausblicke später haben wir einen kurzen Foto-Stopp in den Bergen gemacht.

Der Ausblick im Atlas-Gebirge konnte sich sehen lassen!
Der Ausblick im Atlas-Gebirge konnte sich sehen lassen!

Ein paar Kilometer später haben wir auf 2.260m gehalten und den Blick auf den geschlängelten Tishka Pass bestaunt. In unseren Mägen haben wir auf jeden Fall jede Kurve gespürt..

Der Tishka Pass auf 2.260m im Atlas-Gebirge.
Der Tishka Pass auf 2.260m im Atlas-Gebirge.
rucksackstudentin_marokko_ich_lachen_atlas_gebirge
Ein bisschen Spaß muss sein.. :)

Mit dem Blick auf die schneebedeckten Berggipfel konnte ich gar nicht glauben, dass ich in Marokko bin. Mir war wirklich nicht bewusst, dass es hier so viele und hohe Berge gibt!

Filmstadt und Weltkulturerbe: Aït Ben Haddou

Aït Ben Haddou
Aït Ben Haddou

Gegen Mittag haben wir die Stadt Aït Ben Haddou am Fuße des Atlas-Gebirges erreicht. Die Stadt wirkt wie eine kleine Oase in der sonst eher drögen Landschaft. Die in den Hang gebauten Lehmhäuser der Berber gehören seit 1987 sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der Stadt selber gibt es keinen Strom! Hast du Game of Thrones, Prince of Persia oder den Gladiator gesehen? Diese und viele weitere bekannte Hollywood-Filme wurden unter anderem in Aït Ben Haddou gedreht.

Der Eintritt kosten 20 MAD (marokkanische Dirham), umgerechnet ca. 2€.

Im Ort selber sieht man viele Kunstgalerien. Die Berber verkaufen hier Kunst und malen in ihrer eigenen Technik. Mit nur drei Zutaten, Safran, Tee und Indigo, malen die Einheimischen ihre Bilder und halten diese über einen Gasbrenner. Dadurch kommen die Farben erst richtig zum Ausdruck und werden im Papier verfestigt.

Die eigene Mal-Technik der Berber. So sieht das fertige Bild aus.
Die eigene Mal-Technik der Berber. So sieht das fertige Bild aus.

Zum Mittagessen ging es in ein ziemlich teures Restaurant- absolute Touristenabzocke. Plötzlich sollten wir 10€ für ein Essen bezahlen, dass man sonst für umgerechnet 3€ bekommt. Meine Freundin und ich hatten keinen großen Hunger und haben uns solange von unserer Gruppe verabschiedet. In der Mittagspause sind wir durch den Ort gebummelt und haben uns in ein anderes Lokal mit normalen Preisen gesetzt. Hier konnten wir draußen im Schatten sitzen, unseren frisch gepressten Orangensaft genießen und auf die Kulisse der Stadt gucken. Viel besser. Scheue dich nicht davor, die vorgegeben Restaurants zu verlassen und die Pause einer geführten Tour selber zu nutzen- unsere Gruppe war zudem noch sehr enttäuscht von ihrem überteuerten Essen.

Ouarzazate – „Gateway to Sahara“

Ouazrazate
Ouazrazate

Am Nachmittag haben wir einen Stopp in Ouarzazate gemacht. Hier hatten wir eine halbe Stunde Zeit, um das Filmmuseum zu besichtigen. Da es mir allerdings nicht so gut ging und ich ein absoluter Filmbanause bin – meine Kommilitonen in Medienwissenschaft lachen immer nur, wenn sie sich über die neusten Filme und Serien unterhalten und ich unwissend daneben stehe – habe ich mich in der Zeit nach draußen gelegt und die Sonne genossen. Wie ich von den anderen Teilnehmern aus meiner Gruppe erfahren habe, habe ich wohl nichts Spektakuläres verpasst. Der Eintritt hat 1,50€ gekostet.

Dades Gorges

Dades Gorges
Dades Gorges

Nach unserem Stopp in Ouarzazate hatte unser Fahrer es eilig. Die kurvenreiche Straße war nicht nur für unsere Mägen eine Herausforderung- der Fahrer tat mir wirklich richtig Leid den ungelenken Bus durch die Kurven steuern zu müssen. Da bleibt nur eins zu sagen: Ein Hoch auf unser’n Busfahrer! 🎶

Während ein Großteil der Gruppe die meiste Zeit im Bus geschlafen hat, habe ich den Ausblick aus dem Fenster genossen. Wir sind den ganzen Tag durch landschaftlich einzigartige Gegenden gefahren. Morgens zunächst durch das Atlas-Gebirge mit seinen verschneiten Gipfeln. Danach dann durch die weitläufige Landschaft der (Stein-) Wüste und am Abend durch die speziellen Steinformationen des Dades George. Da wir den Großteil des Tages im Bus saßen, hat man dort fast noch mehr von der Landschaft gesehen als bei unseren Zwischenstopps.

Allerdings habe ich die letzte Stunde vor unserer Ankunft am Abend auch verschlafen, da ich im Bus Fieber bekommen habe.

Noch schnell ein Foto machen bevor die Sonne ganz untergeht. Doch die Katze war in dem Moment interessanter.

Am Abend sind wir in das Dades Tal gefahren. Kurz bevor die Sonne unterging haben wir unser Hotel inmitten der beeindruckenden Steinformationen erreicht.

Im Hotel hatten meine Freundin und ich ein Doppelzimmer mit eigenem Bad für uns alleine. Luxus und gut für mich. Beim Abendessen gab es mal wieder Tajine, das traditionelle marokkanischen Gericht bestehend aus Kartoffeln oder Coucous mit Gemüse. Doch mir ging es gar nicht gut. Also habe ich nur ein Baguette gegessen und bin danach wieder ins Bett verschwunden. Am nächsten Morgen war ich zum Glück wieder fit. Was ein paar Stunden Schlaf alles bewirken können…


 


Die Tour für drei Tage/2 Nächte hat 80€ pro Person gekostet. Wir haben die Tour in unserem Hostel in Marrakech über Rouge Hostels gebucht.


▶︎ Was ich am zweiten und dritten Tag in der Wüste erlebt habe, erfährst du hier! :)


[mappress mapid=“19″]

Jana
Folge mir :)

Jana

Hello und willkommen bei rucksackstudentin.de! :)
Ich bin Jana und eine absolute Weltenbummlerin. Mich plagt ein ständiges Fernweh, das mich immer wieder spontan in die Welt treibt.
Meer, Wellen, Berge, Abenteuer- ich zähle keine Länder, sondern die Erlebnisse!
Jana
Folge mir :)

3 Kommentare

  1. Johnb103 sagt: Antworten

    I discovered your blog site on google and test a number of of your early posts. Proceed to keep up the excellent operate. I simply extra up your RSS feed to my MSN Information Reader. Looking for forward to reading extra from you in a while! ddfkdbdbcfdd

  2. […] ▶︎ Wüstentour in Marokko: Tag 1 […]

  3. […] Der erste Tag war überstanden, das Fieber habe ich in seine Schranken weisen können und war bereit für Tag 2 und 3 der Wüstentour durch Marokko! Was am ersten Tag passiert ist, erfährst du hier. […]

Schreibe einen Kommentar