Backpacking in Kuba: Alles, was du wissen musst

Wer an Kuba denkt, wird wahrscheinlich Oldtimer, Zigarren, Salsa-Musik und Mojitos als Bilder im Kopf haben. Und tatsächlich, man sieht zum Großteil Oldtimer durch die Gegend fahren, hört überall Musik und sieht die Menschen tanzen. Mojitos, Zigarren und Domino spielende Kubaner wirst du auch überall finden. Kuba ist ziemlich einzigartig – nach wie vor. Auch wenn der Fortschritt so langsam Einzug erhält – was man den Kubaner nur wünschen kann – wird Kuba auch in den nächsten Jahren ein spezielles Reiseziel bleiben. Ich habe oft gehört, dass Touristen argumentieren, sie wollen Kuba noch so erleben, wie es ist. Aber keine Angst, die Mühlen mahlen langsam und in ein paar Jahren kann man das System eines Landes nicht komplett umkrempeln…

Ich bin im April 2018 für zwei Wochen alleine durch Kuba gereist und habe hier einmal alle wichtigen Vorab-Infos zusammengefasst.

DIE GESCHICHTE KUBAS: ohne versteht man das Land nicht

Wer nach Kuba reist, kommt nicht drumherum sich ein wenig mit der Geschichte des Landes auseinanderzusetzen. Nachdem die Revolution um Fidel Castro im Jahre 1959 gesiegt hatte, wurde der Staat sozialistisch. In diesem Zuge wurden unter anderem Großgrundbesitzer enteignet und Firmen sowie Banken verstaatlicht. Das ging besonders den Amerikanern gegen den Strich, da diese ziemlich viel Besitz in Kuba hatten. Als Reaktion darauf verhängte die USA das sogenannte Handelsembargo, durch das Kuba keine Waren von der USA geliefert bekommt. Auch wenn dieses Embargo so langsam gelockert wird, spürt man den Einfluss nach wie vor.

Der Einfluss des Handelsembargos

Obwohl die Kubaner durch das sozialistische Prinzip alle eine Schulbildung genießen, Grundnahrungsmittel durch eine Art Lebensmittelmarken bekommen sowie eine gesundheitliche Versorgung in Anspruch nehmen können, fehlt es an den normalen Dingen. Kuba ist ein Land ohne Kommerz. Für uns unvorstellbar, aber dort findest du keine Werbung, da es keinen wirtschaftlichen Wettbewerb gibt. Alles gehört dem Staat. Dieser reguliert allerdings auch, was man kaufen kann und was nicht. Supermärkte, wie wir sie kennen, findest du in Kuba nicht. Dem Embargo geschuldet, siehst du nach wie vor viele Oldtimer, die gefühlt auseinander fallen und dennoch immer wieder liebevoll zusammengeflickt werden. Es gibt halt kaum eine Alternative. Die Kubaner beschreiben sich selber gerne als sehr kreativ und Meister der Improvisation. So wie ich das herausgehört habe, wird ein Großteil der Waren von Außerhalb auf dem großen, und vom Staat kontrollierten und geduldeten, Schwarzmarkt gekauft.

Ein Durchschnittslohn von 30€ im Monat

Da die Kubaner mit allen grundlegenden Dingen vom Staat versorgt werden, liegt der durchschnittliche Monatslohn bei umgerechnet knapp 30€. 30€ im Monat. Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Kuba ist ein Entwicklungsland. Mit diesem Einkommen haben Kubaner keine Möglichkeit sich außerhalb des Landes ein Leben aufzubauen oder auch nur zu Reisen. Der Tourismus ist da eine gute Gelegenheit etwas Geld zu verdienen, da Touristen deutlich teurere, also international angepasstere, Preise zahlen. Es gibt sogar eine eigene Währung für Touristen, die das Geschäft mit den Besuchern noch lukrativer macht.

ZWEI WÄHRUNGEN: CUP und CUC

In Kuba gibt es nach wie vor zwei Währungen, von denen eine eigentlich schon vor Jahren wieder abgeschafft werden sollte.

Zum einen gibt es die Kubanischen Pesos (CUP), die quasi die Währung der Kubaner sind. 24 Pesos ergeben einen US-Dollar (CUC). Da der durchschnittliche Monatsverdienst so gering ist, erscheinen die Peso-Preise für uns wahnsinnig günstig. Setzt man diese allerdings in das Verhältnis zum Monatslohn, relativiert sich das schnell wieder.

Touristen kommen in der Regel nur selten mit den einheimischen Pesos in Kontakt. Normalerweise bezahlt man als Fremde/r in Kubanischen Pesos Convertibles (CUC)der sich an dem US-Dollar orientiert. Ein CUC entspricht einem US-Dollar und somit 24 Pesos (CUP).

Touristen zahlen auch andere, und vor allem sehr viel höhere Preise. Als Hotelurlauber ist es daher sehr unwahrscheinlich, dass du die lokalen CUP benötigen wirst oder diese überhaupt zu Gesicht bekommst. Solltest du etwas individueller im Land unterwegs sein, wirst du auch sehr schnell mit Pesos in Kontakt kommen. Da ich immer wieder mit den Local-Bussen gefahren bin oder in Peso-Restaurants gegessen habe, hat es sich für mich gelohnt ein paar CUC in Pesos zu tauschen. Du kannst das Geld in einer Bankfiliale tauschen, wenn du deinen Reisepass vorzeigst. Wahrscheinlich hilft es, wenn du dafür etwas Spanisch sprichst. Ich wurde beispielsweise nach dem Grund des Tausches gefragt.

Durch dieses Zwei-Währungs-System ist leider ein sehr großes Gefälle im Land entstanden. Die Leute, die mit Touristen zu tun haben, können plötzlich ein ganz anderes Einkommen erwirtschaften und exklusivere, importierte Lebensmittel/Dinge kaufen. Das kubanische Wirtschaftssystem gerät dadurch aus dem Gleichgewicht – mal ganz abgesehen davon, dass es für die Kubaner im internationalen Vergleich nur von Vorteil sein kann, wenn sie vergleichbarere Löhne verdienen könnten.

Auf lokalen Speisekarten werden meist Preise in beiden Währungen angezeigt.

TRANSPORT: Wie reise ich am besten herum?

Es gibt drei gängige Möglichkeiten auf Kuba von einem Ort zum Nächsten zu kommen:

1. Viazul-Busse

Ein typischer kubanischer Viazul-Reisebus von innen
Ein typischer Viazul-Reisebus von innen

Das Bus-Netz der Viazul-Busse ist tatsächlich ganz gut ausgebaut. Die Reisebusse sind preislich in Ordnung, relativ komfortabel und auf arktische Temperaturen heruntergekühlt. Pulli und Socken auf jeden Fall mit in den Bus nehmen! Die Busse fahren die gängigen touristisch erschlossenen Orte an und sind in der Regel auch nur für Touristen gedacht. Die Kubaner fahren mit anderen Bussen, die meist weniger komfortabel sind. 

Problematisch an den Viazul-Bussen ist, dass sie recht schnell für einige Tage im Voraus ausgebucht sind. Es gibt die Möglichkeit, die Tickets schon vorab im Internet über die Viazul-Seite zu kaufen. Bedenke bei der Reiseplanung nur, dass du nur selten einen Internetzugang während deiner Zeit vor Ort haben wirst. (Mehr dazu weiter unten) Ansonsten kann man die Tickets vor Ort an jedem Viazul-Bahnhof kaufen. Aber auch hier sind die Busse natürlich oft schon für die nächsten Tage ausgebucht.
Ich hatte das Problem mehrfach, konnte aber eigentlich immer doch noch mit dem Bus mitfahren, da man vor der Abfahrt quasi einchecken muss. Die unbesetzten Plätze werden dann noch verkauft. Bei mir hat das glücklicherweise immer funktioniert, da ich meist früh genug am Bahnhof war und deshalb recht weit oben in der Warteliste stand. Ansonsten gibt es die Möglichkeit mit dem Taxi Compartido zu fahren.

2. Taxi compartido

Wer keinen Platz mehr im Bus bekommt, der hat auch die etwas abenteuerlichere Möglichkeit mit einem Taxi Compartido zu reisen. Übersetzt bedeutet das nichts anderes als „geteiltes Taxi“. Und das wiederum bedeutet meistens mit einem alten Oldtimer zu fahren. Klingt cool, ist es auf eine gewisse Art und Weise auch. Aber du solltest dir darüber bewusst sein, dass ein alter, ausgesessener Oldtimer ziemlich wenig Komfort, dafür aber sehr viele Abgase zu bieten hat. Es gibt aber auch etwas modernere Taxen, bei denen man nicht Gefahr läuft, an einer Abgasvergiftung zu sterben ;) Preislich sind die Taxen meisten gar nicht (viel) teurer als die Busse. Der Vorteil ist, dass du bis zu deiner Unterkunft gebracht wirst und nicht erst noch gucken musst, wie du vom Bahnhof wegkommst. 

In der Regel finden dich die Taxifahrer ganz von alleine. Sonst frag einfach in deiner Unterkunft nach, denn die kennen immer Fahrer. Und vor den Viazul-Bahnhöfen stehen die Fahrer auch immer zuhauf. Falls du also mal kein Spontan-Ticket mehr ergattern solltest, kannst du oft sogar für den gleichen Preis mit einem Taxi fahren. 

3. Mietwagen

Die dritte Möglichkeit etwas vom Land zu sehen, ist ein Mietwagen. Allerdings sind Autos auf Kuba sehr rar und dadurch ist das Angebot an Mietwagen natürlich entsprechend begrenzt. Das wiederum lässt die Preise in exorbitante Höhen schnellen. Mietwagen sind übrigens keine Oldtimer, sondern neue (Klein-)Wagen, die auf den kaputten Straßen aber ähnlich zu kämpfen haben. 

Ich selber habe keinen Mietwagen gehabt, da ich alleine unterwegs war und sich das spaß- und kostentechnisch nicht rentiert hätte. Die paar Leute, die ich mit einem Mietwagen getroffen habe, waren alle immer geteilter Meinung über ihre Entscheidung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du kannst auch abgeschiedenere Regionen und Orte erreichen. Wie ich gerade schon angedeutet habe, sind die Straßenverhältnisse dagegen grausam. Zudem sind Straßenschilder ähnlich selten wie Lottogewinne. Hinzukommt, dass man sich die Straße meist mit allem teil, was sich, auf welche Art und Weise auch immer, fortbewegen kann. Das macht das Fahren ziemlich anstrengend, weshalb man als Fahrer nur relativ wenig von seiner eigentlichen Umgebung mitbekommt.
Wenn du dich für einen Mietwagen entscheidest, dann solltest du dich hier auch wieder frühzeitig informieren, damit die Autos nicht schon alle vergriffen sind. 

UNTERKÜNFTE: Casa Particulares

Wer alleine reist, schläft meist in Hostels, um andere Reisende kennenzulernen. In Kuba gestaltet sich das Backpacking der klassischen Art etwas schwierig, da es keine Hostels gibt.

Man kann selbstverständlich in Hotels schlafen. Oder in Casa particulares, die quasi das ursprüngliche Prinzip von AirBnb verfolgen. Das bedeutet, du schläfst bei Kubanern zu Hause, der Zimmer für Touristen anbietet. Das Ganze ist von der Regierung streng reglementiert und überwacht. Daher dürfen nur Kubaner mit einer offiziellen Erlaubnis solche Zimmer anbieten.

Ich fand es total spannend, bei den Kubanern zu wohnen, denn so hatte man immer die Möglichkeit mit den Leuten auch wirklich in Kontakt zu kommen. Meist waren meine Gastgeber immer sehr interessiert an mir, meinen Erfahrungen, Einstellungen und natürlich dem Leben in Deutschland. Im Gegenzug haben sie sehr gerne aus ihrem kubanischen Leben erzählt, Fragen beantwortet, Reisetipps gegeben und gerne die Weiterreise organisiert.

Ich hatte vorher im Internet gelesen, dass man im Schnitt ca. 25$ für ein Zimmer bezahlt. Das läppert sich natürlich, wenn man alleine unterwegs ist. In Havanna gibt es eines der wenigen Hostels, das Hostel Mango, was ich sehr empfehlen kann. Carlos, der Besitzer, hat dort eine Liste mit Casas, in denen man sich ein Zimmer mit anderen Gästen teilt und in der Regel nur 10 CUC (US$) pro Nacht/Person bezahlt. Das war für mich als Alleinreisende natürlich goldwert. 

Die Zimmer waren alle einfach, aber immer sehr sauber und einfach eine tolle Möglichkeit den Kontakt zu Einheimischen zu bekommen. Ich habe dadurch einen ganz anderen Einblick in das Land und die Leute bekommen, den meine Reise viel intensiver gemacht hat. Übrigens machen dir die Gastgeber auch gegen einen kleinen Mehrpreis (meist 4 oder 5 CUC) ein Frühstück.

Da die Kubaner einen sehr eingeschränkten Zugang über das Internet haben, findest du nur einen Bruchteil der Unterkünfte bei AirBnB, Booking und Co. Es ist aber überhaupt kein Problem nur die ersten eins, zwei Nächte etwas zu reservieren und dann vor Ort etwas zu suchen. Die Kubaner sind so gut vernetzt und nehmen die Reiseplanung gerne für dich in die Hand. Und das klappt sogar sehr gut! :) Also sei mutig!

INTERNET IN KUBA

In Kuba ist vieles anders. Es fühlt sich häufig an, wie eine Zeitreise, was wirklich interessant ist und Spaß macht – natürlich mit dem luxuriösen Wissen, dass man wieder in die aktuelle Zeit zurück kann. So ist auch das Internet noch nicht wirklich im Leben der Kubaner angekommen. Seit drei Jahren(!!!) gibt es erst die Möglichkeit für die Mehrheit der Kubaner ins Internet zu gehen. 2015 wurden die ersten WLAN-Hotspots in öffentlichen Parks installiert, die seit diesem Jahr deutlich ausgebaut wurden.

Du erkennst die WIFI-Spots ganz einfach an der Menschentraube. Wer sich einloggen möchte, benötigt eine Guthabenkarte von ETESCA. Diese kostet 1 CUC für eine Stunde. Allerdings habe ich die Zeitrechnung nie wirklich nachvollziehen können: Mal war das Netzt nach gefühlt 20 Minuten aufgebraucht und mal habe ich nach der Stunde noch Nachrichten empfangen können. Insgesamt ist das Internet aber ziemlich langsam, da tagsüber natürlich recht viele Leute eingeloggt sind – vor allem haben die Kubaner keine Möglichkeit von Zuhause ins WLAN zu gehen. Wundere dich also nicht, falls die Leute ihre „Büro-Tätigkeiten“ im Park erledigen sollten.

Die Internet-Karten bekommst du entweder in den offiziellen ETECSA Shops, an denen aber meist eine lange Schlange ist, oder du kaufst du sie von den Straßenhändlern für einen etwas höheren Betrag und schenkst dir dadurch das Anstehen.

Auf den Karten ist ein Code, den du frei rubbelst und bei der Anmeldung eingibst. Noch als Hinweis: Viele Apps amerikanischen Ursprungs funktionieren nicht. WhatsApp wurde mir oft als fehlerhaft angezeigt, hat dann aber doch Nachrichten versenden und empfangen können. Facebook verwenden die Kubaner selber, aber für Skype verwenden sie eine eigens für Kuba entwickelte App. Zudem gibt es aufgrund des Embargos so gut wie keine Apps aus dem Apple-Store.

El Paquete und La Mochila

Der Schwarzmarkt blüht auch im digitalen Sinne. Seitdem vor drei Jahren die ersten Internet-Verbindungen eingerichtet wurden, existiert auch La Mochila. La Mochila bedeutet übersetzt der Rucksack und beinhaltet alles, was an Nachrichten, Filmen, Serien, Musik, Videos etc. innerhalb einer Woche in Kuba zusehen war oder ins Internet hochgeladen wurde. El Paquete, das Paket, wurde etwas später etabliert und soll alles beinhalten, was innerhalb einer Woche weltweit hochgeladen wurde. Wenn du in den Straßen also jemanden El Paquete und La Mochila rufen hörst, dann verkauft diese Person die Daten. Der Käufer zieht sich dann alles, was ihn in irgendeiner Form interessiert von diesem Stick auf seinen Computer. Die Regierung weiß davon und duldet es. So haben auch die Kubaner die Möglichkeit trotz langsamen Internets an öffentlichen Hotspots, an größere Dateimengen zu kommen. Eben Meister der Improvisation.

KUBA OHNE SPANISCH-KENNTNISSE

Ich wurde ziemlich oft gefragt, wie und ob man Kuba bereisen kann, ohne Spanisch zu sprechen. Da ich nach meinem Auslandsjahr auf Teneriffa (mehr dazu auch auf meinem Blog) sehr gut Spanisch spreche, kann ich diese Frage leider nicht wirklich beantworten. Es ist auf jeden Fall deutlich einfacher, wenn du die Sprache spricht. Die Kubaner sind sehr offen und kontaktfreudig, sodass ich es ist genossen habe, einfach mit ihnen auf der Straße zu quatschen und sie mit meinen Fragen zu löchern. Oft waren genau dies die besten und interessantesten Gespräche. Man kommt aber sicher von einem zum anderen Ort, wenn man sich vorher die Basic-Wörter und Sätze aneignet. Ich würde keinem empfehlen dorthin zu reisen, ohne sich irgendwie mal mit der Sprache auseinandergesetzt zu haben. Es hilft und öffnet viele Türen.

SICHERHEIT: Ist Kuba gefährlich?

Nein, Kuba ist ein relativ sicheres Land. Relativ daher, da immer etwas passieren kann und jeder überall schlechte Erfahrungen machen kann.

Als Tourist(in) hat man in Kuba einen anderen Status als die Einheimischen. Die Polizei sieht generell zunächst die Kubaner als mögliche Täter und steht zunächst auf der Seite der Touristen. Ich fand das eher schockierend als beruhigend, wenn die Besucher eines Landes besser behandelt werden als die eigentlichen Bewohner…

Zudem bekommst du bei der Einreise deine persönliche Nummer, die bei jeder Übernachtung an die offizielle Stelle weitergegeben werden muss. In der Regel verschwindet niemand in Kuba. Mir sind die Einheimischen alle sehr offen und hilfsbereit vorgekommen. Solange man, wie überall, mit einem natürlichen Menschenverstand herumläuft und keinen Reichtum übermäßig zur Schau stellt, sollte man keine Probleme bekommen. Meine Kamera hatte ich immer dabei. Auch abends habe ich mich nicht unsicher gefühlt, bin aber alleine dennoch ungerne durch die Straßen gelaufen. Aber auch das vermeide ich Zuhause.

In der ganzen Region erscheint mir Kuba als eines der friedlichsten und sichersten Länder zu sein. Allerdings habe ich die Aufmerksamkeit der kubanischen Männer, die mir lautstark zuteil wurde, immer wieder als ziemlich anstrengend empfunden.

EINDRÜCKE

Es ist mir selten so schwer gefallen, meine Eindrücke in Worte zu fassen. Ist Kuba schön? Naja. Kuba ist auf keinen Fall schön im klassischen Sinne. Die Städte sind interessant und haben auch tolle Ecken, aber sie werden größtenteils beherrscht von ehemaligen Prachtbauten, die heute leider mehrheitlich verfallen sind.

Landschaftlich hat Kuba einiges zu bieten, doch die Schwierigkeit ist es, dorthin zu kommen. Durch die fehlenden Transportmöglichkeiten erreicht man diese Orte oft nur, wenn man entsprechend Geld in die Hand nimmt oder die Kubaner ihre Kontakte spielen lassen.

Doch das mit Abstand beeindruckendste sind die Kubaner selbst. Ich habe noch nie so eine Lebensfreude gesehen. Überall hört man Musik – Kubaner tragen ihre kofferähnlichen Lautsprecher wirklich überall mithin. Selbst, wenn man diesen einen Kilometer über den Strand tragen muss, nicht ohne die Musik. Daher ist Musik an öffentlichen Orten eher ein Wettkampf um die lauteste Box als ein entspanntes zuhören. Doch man hört immer wieder Life-Musik, zu der die Kubaner einfach nicht still sitzen bleiben können. Es wird unwahrscheinlich viel getanzt und gelacht. Das ist einfach ansteckend und macht trotz der äußeren Umstände einfach nur Spaß!

Musik egal wohin man schaut und hört.

Mein letzter Abend in einer Roof-Top-Bar über den Dächern Havannas. Mehr Klischee geht eigentlich nicht… :)

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